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Der Typenschein fürs Haus
Was beim Autokauf schon längst selbstverständlich ist, soll es künftig auch für den Gebäudebereich geben. Seit 1.1.2008 gibt es in ganz Österreich den „Energieausweis“, der von Experten gerne volkstümlich mit dem „Typenschein“ fürs Auto verglichen wird. Denn auf einen Blick und rechtlich verbindlich soll dieses neue Dokument alle energietechnisch relevanten Merkmale eines Gebäudes offen legen. Der damit verbundene Vorteil für EndverbraucherInnen: Zu erwartende laufende Betriebskosten – sei es bei Hauskauf oder Mieten – können in Kostenkalkulation und Angebotsentscheidung miteinbezogen werden. Für KonsumentInnen bedeutet das: Kauft man 2008 ein neu errichtetes Eigenheim oder mietet eine Wohnung in einem 2008 gebauten Wohnhaus, so ist der Energieausweis ein gesetzlich zwingend vorgeschriebener Bestandteil des Kauf- oder Mietvertrages, ab 2009 gilt dies dann für alle Gebäude. Mithilfe des Energieausweises sollen Käufer oder Mieter leicht vergleichbare Informationen über den energetischen Standard des Gebäudes erhalten. Der Energieausweis umfasst mehrere Kennzahlen, mit deren Hilfe auch von technischen Laien leicht Vergleiche zwischen den verschiedenen Angeboten erstellt werden können. Laut Angaben der Österreichischen Energieagentur werden sich die Kosten des Energieausweises bei Bestandsgebäuden (Einfamilienhäuser, mehrgeschossige Wohngebäude) in der Größenordnung von maximal 300 bis 500 Euro bewegen.

In Kooperation mit dem Mostviertel Basar



zuletzt geändert am 30.Nov.2010