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Dispersionsfarbe bietet viele Vorteile

Wasserdicht und kunterbunt

Die Dispersionsfarbe ist mittlerweile der Anstrichstoff, der am häufigsten in Innenräumen verwendet wird. Die Farbe besteht aus einer Dispersion aus Wasser und farbigen Substanzen, die mit einem Bindemittel aneinandergebunden werden. Dispersionsfarbe ist beinahe lösungsmittelfrei und somit eine der umweltfreundlichsten Anstriche.

Die Farbe ist auch im Außenbereich einsetzbar, da sie sich durch ihre hervorragende Witterungsbeständigkeit auszeichnet. Sie ist mit Vollton- oder Abtönfarbe mischbar und bietet somit ein breites Spektrum an Farbvarianz.

Die dickflüssige Farbe ist auf den meisten gängigen Untergründen anwendbar und lässt sich leicht sowie hoch deckend verstreichen. Die Konsistenz sorgt zudem dafür, dass die Farbe tropfarm ist und sich keine Farbnasen bilden. Dispersionsfarbe trocknet außerdem schnell, weswegen sie gut für Räume geeignet ist, die schnell bezogen werden müssen. Die Farbe zeichnet sich besonders durch ihre Wisch-, Wasch- und Scheuerfestigkeit aus, weswegen sie ein beliebter Anstrich für beanspruchte Räume wie Küche oder Bad ist.

Grundsätzlich wird zwischen drei Arten von Dispersionsfarben unterschieden:

  • Kunstharzdispersionsfarbe
  • Naturharzdispersionsfarbe
  • Silikatdispersionsfarbe

Kunstharzdispersionsfarbe: langlebig und kostengünstig

Die Kunstharzdispersionsfarbe ist die gängigste Form der Dispersionsfarben und somit auch die günstigste. Sie gibt es schon ab 5 Euro pro Liter im Baumarkt zu kaufen.

Vor dem Anstrich muss die Farbe umgerührt werden, damit sich die Dispersion mit dem Bindemittel verbindet. Als Bindemittel werden hier – dem Namen nach – Kunstharze verwendet. Weiße Farbe kann mithilfe von Abtönfarbe beliebig eingefärbt werden. Nach dem Streichen verflüchtigt sich das Wasser und zurück bleibt ein in sich geschlossener, wasserunlöslicher Kunststofffilm. Der wasserunlösliche Film führt allerdings auch dazu, dass Sie Lösungsmittel benötigen, wenn Sie die Farbe entfernen möchten.

Kunstharzdispersionsfarbe ist wasserdampfdurchlässig und abwaschbar, was sie zur idealen Farbe in Badezimmer und Küche macht.

Ein kleiner Nachteil der Kunstharzdispersionsfarbe ist, dass die Farbe anfällig für Algenbewuchs ist.

Naturharzdispersionsfarbe: nachhaltig und natürlich

Bei Naturharzdispersionsfarben besteht das Bindemittel aus Naturharzen, wie etwa Bienenwachs oder Pflanzenleim. Dadurch ist Die Farbe rein natürlich und lösungsmittelfrei. Hersteller von Naturharzdispersionsfarbe legen Wert darauf, ihr Produkt nachhaltig zu produzieren und so die Umwelt zu schonen. Wenn Sie als Häuslbauer also besonderen Wert auf Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit legen, sollten Sie diese Variante der Dispersionsfarbe in Betracht ziehen.

Der Nachteil ist jedoch, dass die Farben nicht im großen industriellen Stil hergestellt werden. Dadurch sind die Produktionskosten vergleichsweise hoch und die Farbe im Handel teurer als ihr künstliches Pendant. Außerdem hat die Farbe eine längere Trocknungszeit als andere Wandfarben.

Silikatdispersionsfarbe: Kombinationstalent mit Beständigkeit

Diese Variante der Dispersionsfarbe verbindet die Vorteile der Silikattechnik mit Kunstharzdispersionsfarbe. Das bedeutet, dass Silikatdispersionsfarbe sich durch Verkieselung mit dem Untergrund verbindet, wodurch die Farbe besonders beständig und langlebig ist. Die zusammenhängende Farbschicht hat eine sehr hohe Deckkraft. Im Vergleich zu anderen Arten der Dispersionsfarbe ist diese Kombination jedoch die teuerste.

Darauf müssen Sie bei der Dispersionsfarbe achten

Egal, für welche Art Sie sich entscheiden, wichtig ist, dass Sie sich nach der Euronorm für Farben richten: Die DIN EN 13300 besagt, dass die Farbe für den Innenbereich geeignet ist, wohingegen die DIN EN 1062 für den Außenbereich geeignete Farben kennzeichnet.

Weiters sollten Sie sich darüber Gedanken machen, wie stark Ihr zu streichender Raum belastet wird. Handelt es sich um ein Schlafzimmer, wird sich die Belastung in Grenzen halten. In einem Flur hingegen werden öfter Schuhe gegen die Wände streifen oder Sie ecken mit Kisten, Regenschirmen und Kinderspielzeug an.

Um die Verschmutzungen leicht entfernen zu können, sollte die Farbe einen Nassabrieb der Klasse 2 haben. In weniger beanspruchten Räumen reicht hingegen ein Nassabrieb der Klasse 3.

Bei der Verwendung von Dispersionsfarbe ist es zudem wichtig, dass der Untergrund trocken ist. Sie können problemlos über Putz, Tapete, Zement oder Holz streichen – vorausgesetzt, die Materialien sind nicht feucht.

Beim Kauf von Dispersionsfarbe müssen Sie außerdem mit einberechnen, dass farbige Wände mitunter zwei Mal gestrichen werden müssen und Sie deswegen eine größere Menge Farbe brauchen. Lassen Sie sich diesbezüglich am besten im Baumarkt beraten.